Berlin Spurensuche Integration

Jugendliche entdecken das multikulturelle Berlin Vier Tage lang begaben sich jugendliche Besucher des Jokus-Cafés auf Spurensuche nach Berlin. Die Jugendlichen suchten nach Füllungen des großen Wortes ‚Integration’. Was bedeutet Integration überhaupt? Welchen Bezug gibt es zur eigenen Biografie und was kann man selbst im Alltag zur Integration beitragen? Dies waren die Leitfragen des Seminars, welches im Zusammenschluss von Aufsuchender Jugendsozialarbeit und dem Jugend- und Kulturzentrum Jokus angeboten wurde. Die Teilnehmer, die selbst in zwei Kulturen – der deutschen und der türkischen – aufgewachsen sind, befassten sich mit großer Offenheit mit der Thematik. Anhand von Rap-Texten diskutierten sie über das Leben als Migrant in Deutschland, über Vorurteile, wie auch über die Chancen von Migration. Die Entdeckung der Stadtteile Neukölln und Kreuzberg, kombiniert mit dem bunten Stadtbild Berlins, sowie ein Besuch des türkischen Marktes machten deutlich, wie unterschiedlich Migranten ihre kulturellen Wurzeln in Deutschland ausleben. Angeregt durch die Eindrücke beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihren beiden Kulturen und sprachen über ihre persönliche Perspektive auf Familie, Tradition, Heimat und Zugehörigkeit. Diskussionsstoff bot auch das Wiedersehen mit Cem Gülay, Autor des Buches „Türken-Sam – eine deutsche Gangsterkarriere“. Gülay besuchte im Vorjahr das Jugend- und Kulturzentrum Jokus, las aus seinem Buch und sprach mit den Besuchern des Jokus-Cafés über sein Leben als Migrant in Deutschland.

Projekt Klappstuhl

„Wo in Gießen haben Jugendliche (k)einen Raum?“ Dies ist die Leitfrage eines Kreativprojektes, welches Jugendliche auf ungewöhnliche Weise zu Wort kommen lässt. In einem ersten Arbeitsschritt bauten die Teilnehmer/innen Klappstühle. Unter fachlicher Anleitung von Tischler Benjamin Stein schleiften, bohrten und hämmerten die Jugendlichen bis am Ende jede/r einen eigenen Klappstuhl in den Händen hielt. Im zweiten Arbeitsschritt ging es an die Gestaltung der Stühle. Mit Stoff, Farbe, Federn und bunten Perlen verzierten die Jugendlichen ihre Werke und produzierten so echte Einzelstücke. In der dritten Projektphase gingen die Jugendlichen mit ihren selbstgebauten Klappstühlen und in Begleitung von Fotografin Anna auf Streifzug durch Gießen. Auf ihrer Fototour eroberten und beSETZTEN die Jugendlichen unterschiedlichste Plätze im Stadtgebiet. Auf diese Weise machten sie darauf aufmerksam, wo sie sich gerne treffen und wohl fühlen, an welchen Orten sie aber auch auf Kritik und Unmut stoßen. So entstanden Fotografien am Marktplatz, im Jugendzentrum, im Seltersweg, auf dem Elefantenklo und an vielen weiteren Orten. Interessierte dürfen sich nun auf eine Fotoausstellung freuen.

Mädchen-Projekt-Fußball

Unterstützt durch Stärken vor Ort konnte ein Mädchen-Fußball-Projekt ins Leben gerufen werden. Die erste von insgesamt drei Aktionen führte die Teilnehmerinnen auf einen Gießener Bolzplatz. Hier fand unter Anleitung von Fußballerin Anne Kunkel eine dreistündige Trainingseinheit statt. Geplant ist nun ein zweiter Trainingstag in der Lindener Soccerhalle sowie der Besuch eines Frauenfußballspiels.

Filmmuseum

Jugendliche besuchten das Frankfurter Filmmuseum. Im Rahmen eines Workshops hatten sie Gelegenheit einen eigenen Trickfilm zu erstellen. So erlebten die Teilnehmer/innen hautnah, welche Arbeitsschritte für eine Filmproduktion notwendig sind und wie viel Zeit und Sorgfalt in einer einzigen Filmminute stecken.

Segeln

Ahoi! Mit zwei Segelbooten und Kapitän Gunnar Matz ging es für acht Jugendliche auf den Dutenhofener See. Alle durften abwechselnd verschiedene Aufgaben auf den Booten übernehmen, zum Beispiel steuern oder die Segel ausrichten. Aber nicht nur das Segeln bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch das Zelten, Kochen, Schwimmen und die theoretischen Grundlagen, unter anderem Knotenkunde, machten dieses erlebnispädagogische Angebot zu einem abwechslungsreichen und schönen Wochenende.

Wellenbad

In den Sommerferien bot die Aufsuchende Jugendsozialarbeit einen Ausflug ins USA Wellenbad nach Bad Nauheim an. Die Jugendlichen genossen den stressfreien Ferientag und freuten sich besonders über die tollen Wellenphasen.

Parkour

Parkour – so nennt sich eine neue Trendsportart, bei der es darum geht, schnell, kreativ und effizient Hindernisse im natürlichen oder städtischen Umfeld zu überwinden. Die Sportler springen über Mauern, Papierkörbe und Sitzbänke, balancieren auf Geländern und erklimmen hohe Wände. Kraft, Präzision und Körpergefühl gehören dabei zu den Schlüsselkompetenzen. Weiterhin spielt die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen und die realistische Einschätzung der persönlichen Leistungsfähigkeit eine große Rolle. Im Workshop lernten die Jugendlichen verschiedene Grundtechniken des Sportes kennen. Zunächst vermittelte Parkour-Trainer Julian Wagner, dass ein effektives Training stets mit ausführlichem Aufwärmen beginnt. Im Anschluss daran standen spielerische Balance- und Sprungübungen auf dem Programm. So näherten sich die Teilnehmer allmählich den zum Teil fremden Bewegungsabläufen der Sportart an und fassten zunehmend mehr Mut, um sich auszuprobieren. Motiviert und angeleitet durch Julian Wagner gelangen den Jugendlichen schließlich immer spektakulärere Sprünge und Tricks. Umgesetzt wurden die einzelnen Programmbausteine an verschiedenen Orten des Gießener Stadtgebietes. Neben dem Jokus wurde auch der Schwanenteich, der Vorplatz des Mathematikums und der Brunnen am Jobcenter kurzerhand zum Trainingsort. Dies animierte die Jugendlichen dazu, ihre Stadt aus neuer Perspektive zu betrachten und die ihnen eigentlich vertrauten Plätze durch die „Parkour-Brille“ zu erforschen. So entdeckten sie plötzlich überall herausfordernde Hindernisse und weitere Übungsmöglichkeiten. Erschöpft, begeistert und stolz verließen die zehn Teilnehmer den Workshop. Den Heimweg bestritt der ein oder anderen an diesem Tag möglicherweise anders als sonst. Videoclips aus dem Workshop gibt´s auf unserer Facebook-Seite.

phantasialand

Freier Fall im Mystery Castle – Looping, Überschlag und Schrauben in der Black Mamba – Live dabei in einem Computerspiel - an diesem Tag ließen die Jugendlichen keine Attraktion aus. Das Phantasialand bot jede Menge Möglichkeiten, um sich auszutoben und Spaß zu haben. Noch lange erzählten die Beteiligten von den gemeinsamen Erlebnissen und dem wirklich gelungenen Tag.

Kreativ-Workshops im Jokus

In zwei Workshops zeigten die Jugendlichen ihre kreative Seite. Zunächst gestalteten sie riesige Buchstaben, die zusammengepuzzelt schließlich die Worte „Liebe“ und „Freizeit“ ergaben. Beim Gestalten mit Farbe und Pinsel, Filzstift und Wachsmalkreide ließen die Jugendlichen ihre eigenen Assoziationen zu den Begriffen Liebe und Freizeit einfließen. Am Ende zeigte sich das riesige Gemeinschaftsbild, welches bei genauerer Betrachtung viele kleine Geschichten erzählt. Im zweiten Workshop gestalteten die Jugendlichen Leinwände mit Acrylfarben. Die Ergebnisse konnten die Teilnehmer/innen mit nach Hause nehmen. Die Workshoptage klangen mit einer gemeinsamen Grillsession aus.

Reiten

Mit einem Besuch der Reitanlage des St. Elisabeth-Vereins läutete die AJS die Sommerferien ein. Vor dem geplanten Ausritt durften die Jugendlichen bei allen Vorbereitungen Hand anlegen: Stall ausmisten, Pferde striegeln, Hufe sauber machen, zäumen und sich selbst ins richtige Reiter-Outfit schmeißen. Daneben gab´s viele Informationen über die Verhaltensweise und Körpersprache der Pferde. So bekamen die Jugendlichen ein Gespür für die Tiere und den respektvollen Umgang mit ihnen. Schließlich ging es hoch zu Ross durch die Felder Hermershausens. Schön war´s.

Bowling

Strike – Spare – Pudel Unser heißes Battle auf der Bowlingbahn! Hier flogen zwei Stunden lang die Kugeln. Die Jugendlichen warfen saubere Strikes und Spares und ärgerten sich über den ein oder anderen Pudel. So lieferten sie sich zwei Stunden lang ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Grill & Chill

Sommer, Hitze, Sonnenschein… bei bombastischem Wetter und netter Stimmung verbrachten wir einen Nachmittag an der Lahn. Hier wurde der Grill angeschmissen und die Spielekiste ausgepackt. Mit Slackline, Badminton, Frisbee, Wikingerschach und weltbesten Würstchen verging der Tag wie im Fluge.

Deutsch-russische Jugendbegegnung in Gießen

Vom 17. – 24.04.2011 ging unsere deutsch-russische Jugendbegegnung in die zweite Runde. Nachdem eine Gießener Jugendgruppe im Herbst 2010 in St. Petersburg zu Gast war fand nun der Gegenbesuch statt. <br><br> Verbunden mit einem spannenden Wochenprogramm setzten sich die Teilnehmer/innen mit Leben und Alltag, Politik und sozialer Lage, Wirtschaft und Kultur der beiden Länder auseinander. Daneben bot die Begegnung zahlreiche Gelegenheiten für informellen Austausch, gemeinsame Freizeitaktivitäten sowie vielfältige Diskussionen rund um die Lebenswelten von Jugendlichen in Russland und Deutschland. Zu den Programmhighlights zählten ein Besuch des Hessischen Landtages, die Begegnung mit der eigenen Höhenangst im Wiesbadener Kletterwald, eine Burgenrundfahrt sowie die Erkundung der Metropole Frankfurt inklusive der rasanten Jagd nach Mr. X im städtischen Untergrund. Die insgesamt neunköpfige Gruppe aus St. Petersburg zeigte sich begeistert von Gießen. Besonders positiv merkten die Jugendlichen die Offenheit der Menschen und insbesondere ihrer Gastgeber an. Daneben beeindruckte auch der nette Empfang durch Bürgermeisterin Weigel-Greilich, verbunden mit einer spürbaren Transparenz und Nähe der Politik, die Jugendlichen sehr. Am Osterwochenende fand die Begegnung dann einen guten und herzlichen Abschluss. <br><br> Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen durchgeführt.